Strafverteidigung

„Verteidigung ist Kampf. Kampf um die Rechte des Beschuldigten im Widerstreit mit den Organen des Staates, die dem Auftrag zur Verfolgung von Straftaten zu genügen haben. Im Strafverfahren bringt der Staat gegen persönliche Freiheit und Vermögen des Einzelnen seine Machtmittel mit einer Wucht zum Einsatz wie in keinem anderen Bereich des gesellschaftlichen Lebens.“

(Hans Dahs-Handbuch des Strafverteidigers)

Strafverteidigung ist absolute Vertrauenssache.

Mit der Wahl Ihres Verteidigers oder Ihrer Verteidigerin, treffen Sie die Entscheidung, wem Sie einen Teil Ihrer Zukunft in die Hände legen.

Der Grundsatz „in dubio pro reo“ (Im Zweifel für den Angeklagten) ist neben „nulla poena sine lege“ (keine Strafe ohne Gesetz) oder „fair trial“ (faires Verfahren) einer der Wichtigsten des deutschen Strafrechts. Der Grundsatz ist im deutschen Recht gesetzlich nicht normiert, wird aber abgeleitet aus Art. 103 Absatz 2 GG, Art. 6 Absatz 2 EMRK sowie aus § 261 StPO. Dieser Grundsatz hat Verfassungsrang. Trotz dessen bedarf er ab und an der Erinnerung.

Schuldig -besser gesagt nicht ganz unschuldig- zu sein sollte erst recht zur Beauftragung eines Verteidigers führen.

Völlig egal, wie Sie Ihre Schuld oder die Situation einschätzen, ein guter Strafverteidiger weiß um seine Aufgabe, deren Grundlage eine juristische Ausbildung sein mag, jedoch bedingungslosen Einsatz auf anderen Gebieten fordert:

Vertrauen schenken, wo es jeder verweigert, Mitgefühl entfalten, wo die Gefühle erstorben sind, Zweifel säen, wo sie keiner mehr hat, und Hoffnung pflanzen, wo sie längst verflogen ist.“

(zitiert nach Dr. Gerhard Strate, Rechtsanwalt und Strafverteidiger in Hamburg)

Auch wenn Sie die Ihnen vorgeworfene Tat begangen haben machen Sie sich eines klar:

„Strafverteidiger sind nicht dafür da, Mutter Theresa zu verteidigen.“

(französischer Rechtsanwalt Jacques Vergès)